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Die globale Energiekrise hat den Einsatz von Industriesensoren im Energieeffizienzmanagement beschleunigt.

08.05.2025

Angesichts der anhaltend hohen globalen Energiepreise hat der Einsatz von Industriesensoren im Bereich Energiemanagement ein explosionsartiges Wachstum erfahren. Laut dem jüngsten Bericht der Internationalen Energieagentur (IEA) wird der globale Markt für Sensoren zur Steigerung der industriellen Energieeffizienz im Jahr 2023 ein Volumen von 7,8 Milliarden US-Dollar erreichen, was einem Anstieg von 22 % entspricht.

In den USA installierte ExxonMobil in seiner Raffinerie in Texas ein Netzwerk intelligenter Drucksensoren, um die Energieeffizienz der gesamten Anlage durch die Echtzeitüberwachung von Druck und Durchfluss in den Rohrleitungen zu optimieren. Im ersten Jahr der Umsetzung konnte der Energieverbrauch um 15 % gesenkt werden, was einer Reduzierung der CO₂-Emissionen um 120.000 Tonnen pro Jahr entspricht. „Diese Sensoren sind wie die ‚digitalen Augen‘ der Raffinerie und ermöglichen es uns, jeden Aspekt des Energieverbrauchs zu erfassen“, so der Projektleiter.

Der europäische Chemiekonzern BASF hat an seinem belgischen Produktionsstandort ein neues Multiparameter-Sensorsystem eingeführt, das wichtige Parameter wie Temperatur, Druck und Durchfluss gleichzeitig überwacht. In Kombination mit der Digital-Twin-Technologie ermöglicht das System die Echtzeit-Optimierung des Produktionsprozesses, eine Steigerung der Dampfeffizienz um 20 % und jährliche Energieeinsparungen von über 8 Millionen Euro.

In Asien hat die chinesische Baowu Steel Group das weltweit erste vollständige Energiemanagementsystem für die Stahlindustrie entwickelt. Dafür wurden über 5.000 intelligente Sensoren zur Messung des Energieverbrauchs eingesetzt. Das System überwacht den gesamten Energieverbrauch – vom Eisenerzeingang bis zum fertigen Produkt, das das Lager verlässt. Dadurch konnte der Energieverbrauch pro Tonne Stahl um 8 % gesenkt und eine jährliche Energieeinsparung von 250 Millionen Yuan erzielt werden.

Branchenexperten wiesen darauf hin, dass sich Sensoren im Energiemanagement in drei Richtungen entwickeln: erstens höhere Messgenauigkeit, zweitens verbesserte Anpassungsfähigkeit an Umwelteinflüsse und drittens intelligentere Datenanalyse. Es wird erwartet, dass der globale Markt für Sensoren im Bereich des industriellen Energieeffizienzmanagements bis 2025 die 10-Milliarden-Dollar-Marke überschreiten und damit zu einem der am schnellsten wachsenden Segmente des industriellen Sensormarktes werden wird.

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